Warum sie ausländische Filmfestivals besuchen sollten?

Musik und Film sind ohne jeden Zweifel fester Bestandteil einer jeder Kultur. Nicht nur in den westlichen Ländern spielt die Filmbranche eine wichtige Rolle, sondern hat sich auch in anderen Kontinenten zwischenzeitlich an die Spitze der Entertainmentbranche katapultiert, wie man besonders gut an den Beispielen Bollywood in Indien oder der zunehmend wachsenden Kinolandschaft in China feststellen kann.

Dabei wird die Filmbranche weltweit auch sehr stark durch die jährlichen Filmfestivals definiert. Bei Filmfestivals handelt es sich faktisch, um meist jährliche Veranstaltungen, die an bestimmten Orten eine bestimmte Anzahl an unterschiedlichen Filmproduktionen dem Publikum komprimiert über mehrere Tage vorstellen. Im Rahmen dieser Veranstaltungen werden meisten auch in unterschiedlichen Kategorien Preise verliehen.

Das allererste Filmfestival in der Form, wie man es heute kennt, wurde im Jahre 1932 in Venedig veranstaltet. Daraufhin wurde 1935 auch in Russland das Internationale Filmfest Moskau eingeführt. Die meisten Gründungen der heute bekannten Filmfestivals erfolgten in den Vierziger und Fünfziger Jahren. Zu den heute wichtigsten Veranstaltungen gehört die Berlinale, das Filmfest in Cannes und natürlich die Filmtage in Venedig.

Die großen Mainstream-Festivals sind meist recht breit gefächert und so werden Filme aus verschiedenen Kategorien, wie Spielfilme, Kurzfilme und Dokumentationen, vorgeführt.

In Deutschland ist das Angebot an Filmfestivals sehr groß und gelten im internationalen Vergleich zu den besten der Zunft. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Ausland hinterherhinkt. So sollten deutsche Filmliebhaber ausländische Filmfestivals durchaus in Betracht ziehen. Weshalb der Besuch eines ausländischen Filmfestivals als eine Bereicherung für deutsche Fans ist, wird mit folgenden Argumenten deutlich.

  1. Nicht alle guten ausländische Filme werden lokal im Kino aufgeführt

Die internationale Filmbranche produziert jährlich Tausende an Produktionen und Werken. Dies ist natürlich besonders vorteilhaft für die Branche selbst, da eine Plethora an Auswahlmöglichkeiten gefördert wird. Auf lokaler Ebene hat man jedoch nicht immer die Möglichkeit in deutschen Kinos, ausländische Filmvorführungen im Kino zu besuchen, mit Ausnahme der großen Blockbuster aus Amerika und den deutschen Produktionen. Der Besuch eines ausländischen Filmfestivals ermöglicht dem Besucher in den Genuss von Filmen zu kommen, die in Deutschland aufgrund der limitierten Verfügbarkeit nicht aufgeführt werden.

  1. Horizont Erweitern

Ein weiterer Punkt, weshalb der Besuch eines ausländischen Filmfestivals von Vorteil ist, ist die Tatsache, dass man die Möglichkeit hat, seinen eigenen Horizont zu erweitern. Der Besuch einer solchen Veranstaltung bietet sich nicht nur als Chance an, um die Gelegenheit einer Reise oder in Kombination eines Urlaubs zu nutzen, sondern ist auch eine gute Möglichkeit neue Erlebnisse und Erfahrungen zu sammeln. Bei dem Besuch eines ausländischen Filmfestivals kann man das Reisen mit dem Hobby Film in Verbindung bringen, wodurch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.

  1. Kennenlernen einer neuen Kultur und neuer Künstler

Trotz des Mainstream-Charakters, den die großen Festivals gemeinsam haben, unterscheiden sich diese aufgrund des Veranstaltungsortes. Ein Festival in Indien wird sich sicherlich gravierend von einem deutschen Event unterscheiden und so haben Besucher die Möglichkeit sich mit einer neuen Kultur bekannt zu machen und andere Ansätze der Filmindustrie kennenzulernen. Ferner hat man auf solchen Veranstaltungen auch die Möglichkeit neue Künstler zu entdecken, die bei inländischen Veranstaltungen wohl kaum auf dem Radar der Filmfans auftauchen würden