März 8, 2017

Filme mit den meisten Nominierungen und weshalb sie diese nicht anschauen sollten

Zu einem der lukrativsten Wirtschaftszweigen der Entertainmentbranche zählt sicherlich die Filmbranche und hier insbesondere die Kinofilme. Alleine in Deutschland betrug der Umsatz der deutschen Filmindustrie in 2014 rund 8,08 Milliarden Euro und soll sich bis Ende 2018 auf knapp 9,09 Milliarden Euro belaufen. Den mit Abstand größten Branchenumsatz der Unterhaltungsbranche erwirtschaftet die US-amerikanische Filmwirtschaft, das umgangssprachlich weltbekannte Hollywood, welches ein Stadtteil der Filmstadt Los Angeles ist und zu Hause der größten internationalen Produktionen. Bis 2018 soll sich der Umsatz von hollywoodproduzierten Filmen gar auf 97 Milliarden Dollar belaufen.

Diese Zahlen zeigen, dass trotz neuer technischer Unterhaltungsmedien, wie Streaming und Download, das Kino immer noch eine sehr wichtige Bedeutung in der Unterhaltungsbranche hat. Verständlicherweise würde der zu erwartende Umsatz weitaus höher ausfallen, müsste man nicht mit illegaler Mediennutzung zu kämpfen haben. Von diesen Copyright-Problemen ist jedoch nicht nur die Filmbranche betroffen, sondern auch die Musikindustrie und jede Form von künstlerischen Inhalt.

Die Umsatzzahlen machen auch deutlich, dass die Filmbranche auch anteilsmäßig, jährlich Massen an Produktionen umsetzt. Wie in jedem Genre schneiden diverse Produktionen am sogenannten Box-Office besser ab als andere. Dies führt im Folgenden auch zu häufigen Nominierungen bei Preisverleihungen, wie den weltweit bekanntesten Oscars, Golden Globes, dem Goldenen Bären auf der Berlinale oder der Goldenen Palme auf dem Filmfestival in Cannes.

Üblicherweise erhalten diese Filme auch die meiste Aufmerksamkeit vom Publikum und gelten für Filmliebhaber als Must-See`s. Dass es jedoch Gründe gibt, weshalb man als Filmfan genau diese Filme nicht ansehen sollte, ist nur den wenigsten bewusst. Folgend wird auf den Punkt gebracht, weshalb man die häufig nominierten Filme jedoch nicht anschauen sollte.

  1. Mainstream

Bei den beliebten Filmen hinsichtlich den Nominierungen handelt es sich faktisch gesehen, um Mainstream-Filme, die nur in den seltensten Fällen künstlerisch innovativen Inhalt liefern. Die behandelten Themenbereiche in diesen Filmen wiederholen sich oft von Jahr zu Jahr und bieten dem Besucher kaum einen inhaltlichen, neuen Mehrwert oder Erfahrung an. Die Geschichte unterscheidet sich im Prinzip kaum und bei den meisten dieser nominierten Filme stößt man auf altbekannte Erfolgskonzepte, die sich als erfolgreich behauptet haben. Dem Besucher bieten diese jedoch wenig Neues. Es handelt sich hier tatsächlich meist um Werke mit sich wiederholenden Motiven und der einzige Unterschied sind die unterschiedlichen Schauspieler und Optik. Im Kern bleibt meist alles gleich.

Des Weiteren muss man sich bei diesen Mainstream-Filmen klar sein, dass talentierte Nachwuchskünstler kaum eine Chance bekommen. Meist handelt es sich bei den Schauspielern dieser Filme, um altbekannte Gesichter, die auch künstlerisch gesehen, nicht viel Neues anbieten können.

  1. Profit und Qualität

Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei den häufig nominierten Filmen um große Filmproduktionen mit enormen Budgets handelt, ist es nachvollziehbar, dass das zugrunde liegende Ziel der Profit ist. Die Problematik hier liegt auf der Hand: Künstlerische Tiefe und Qualität wird oftmals zuliebe des Umsatzes nicht an erster Stelle gestellt. Es gibt eine große Anzahl an sogenannten Independent-Filmen, die im Vergleich zu den Bestsellern nicht nur von Qualität strotzen, sondern auch innovative Themen behandeln, die nach wie vor in Hollywood zu Tabuthemen zählen und gar nicht erst bereichert wird. Der pädagogische Mehrwert wird somit für mehr Profit der Produktionshäuser geopfert. Dabei gibt es jede Menge kleinere, unbekannte Filme, an denen sogar renommierte Schauspieler teilnehmen und diese als Projekte des “Herzens” beschreiben. So kommt man oft zum Schluss, dass ein Nominierung eines Films, zwangsmäßig nicht mit Qualität gleichgesetzt werden kann, da die Kriterien der Nominierung nicht immer auf Qualität basieren.